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Spirit Statement zur 4. Dialogtagung am 26./27. Februar 2010 |
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„Chancen auf Nachhaltigkeit“
Erfahrungen – Landkarten – Verantwortlichkeiten
Als nachhaltig bezeichnete im Jahr 1791 der deutsche Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz die Notwendigkeit, genügend nachzuforsten und nur soviel abzuholzen, dass auch die nächste Generation mit Holz versorgt sein wird. Er gilt damit als Schöpfer des forstwirtschaftlichen Nachhaltigkeitsbegriffs.
Heute nähern wir uns den ökologischen Grenzen einer globalen Ökonomie. Damit steht für unsere Zeit Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen auf der Tagesordnung. Auf Nachhaltigkeit kommt es an, wenn wir künftigen Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen wollen.
Bei vielen Projekten, die sich Nachhaltigkeit
auf die Fahne geschrieben haben, wären wir schon froh, wenn sie soweit
umgesetzt würden, dass sie Chancen haben, als Selbstläufer Teil
verantwortlichen Wirtschaftens und humaner Gesellschaft zu werden.
Ideen und Initiativen gibt es reichlich. Auch ungenutzte Ressourcen und
Kompetenzen stünden reichlich zur Verfügung, wenn ein überzeugender
Rahmen für passendes Engagement geboten würde. Begeisternde Starts sind
das eine. Strukturen und Prozesse für konkrete Umsetzung
kompetent und nachhaltig zu gestalten, das andere. Haben nicht viele
engagiert gestartete Initiativen schon Probleme mit einer solchen „kleinen Nachhaltigkeit“?
Auf der Tagung des forum humanum werden wir ausloten, was es braucht, um in diesem Sinne Projekte nachhaltig voranzubringen.
Was ist State of the Art bezüglich der Umsetzung von Nachhaltigkeit?
Was können uns Wissenschaftler, Vertreter von Stiftungen und
Protagonisten beispielhafter Unternehmen und Projekte darüber sagen?
Welche Erfahrungen haben wir selbst? Wir wollen Aspekte des
Gelingens und Misslingens zusammentragen und daraus Landkarten,
Gestaltungsprinzipien und Rollenverantwortlichkeiten ableiten. Wir
wollen Bedingungen erkunden, unter denen persönliches Engagement
aktiviert und zu konkreten Inszenierungen zusammengefügt werden kann.
Welche Bühnen, welche Rollen, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten
braucht man dazu? Wer kann sich wie und an welchem Platz in welchem
Zusammenspiel begrenzt und doch wirksam und sinnvoll einsetzen?
Bernd Schmid
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