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Prof. Dr. Bernd Fittkau
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Jahrgang 1942, verh., Studium der Mathematik und Psychologie an der Universität Hamburg (Dipl. Psych.)
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Assistent für Klinische und Pädagogische Psychologie und forschungsmethodischer Berater bei Prof. Dr. Reinhard Tausch (1968)
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Pionier des Kommunikationstrainings für Führungskräfte (gemeinsam mit Friedemann Schulz von Thun (ab 1972)
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Univ.-Professor für Pädagogische Psychologie und Beratung an der
Universität Göttingen (ab 1975), Entwicklung und Durchführung eines
Curriculums für Pädagogische Beratung
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Vertreter der Humanistischen Psychologie (1980) und Transpersonalen Psychologie (1985)
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Zusatzausbildungen in Klientenzentrierter Gesprächstherapie, Gestalttherapie und Hypnotherapie
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Arbeit als Führungskräfte-Trainer, -Coach, Teamentwickler,
Organisationsberater in verschiedenen Berater-Netzwerken, Moderator von
Führungskreis-Klausuren
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Nach Beendigung der Hochschullehrer-Laufbahn (2005): Mitgeschäftsführer
der mtt consulting network GmbH; Veranstalter und Wissenschaftlicher
Beirat der Göttinger Kongresse für Erziehung und Bildung; Mitarbeit im
forum humanum
(Mit-) Autor und -Herausgeber folgender Publikationen:
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„Kommunikations- und Verhaltenstraining“ - „Kommunizieren lernen (und umlernen)“ (1974)
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„Pädagogisch-psychologische Hilfen für Erziehung, Unterricht und Beratung“ (2 Bd., 1981)
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„Spirituelle Wege und Transpersonale Psychotherapie“ (1989)
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„Kundenorientierte Teamentwicklung“ (2001)
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„Pädagogische Beratung“ (2003)
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„Lernen braucht Vertrauen – Perspektiven für eine innovative Schule“ (2006)
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„Die weichen Faktoren der Führung
Teil I: Vertrauen und Kommunikation“ (2007)
Teil II: Team-Entwicklung und Eigen-Entwicklung“ (2009)
Teil III: Trainings-Module für Kommunikation und Führung (in Vorbereitung 2010)
Workshop auf der 4. Dialogtagung des forum humanum am 26./27. Februar 2010
Gesellschaftliches Werte-Management
Spezialisierung versus Balance: Wie wir im Spannungsfeld von Wachstums-Geist und begrenzten Ressourcen nachhaltige Strukturen schaffen und aufrecht erhalten können.
Professor Bernd Fittkau bezieht sich im Workshop auf seinen im Diskussionsforum vorgestellten psychologisch fundierten "Werte-Management"-Ansatz. Seine These ist: Systeme, die im Sinne unseres Werte-Modells ("Soziales Raum-Zeit-Kontinuum") als balanciert gelten können, haben eine größere Chance auf Nachhaltigkeit (Beispiel: "Balanced Score Card-gesteuerte Unternehmen). Grund: Jedes einseitig (durch entsprechende Entscheidungen) "getriebene" System hat die Tendenz, sich entsprechend zu vereinseitigen und droht zu "entarten" im Sinne des "Werte-Quadrates" von Helwig (1967) bzw. Schulz von Thun (1989) bzw. unserer Modellvariante des "Werte-Trapezes".
Natürlich sprechen gegen diese Sichtweise der Siegeszug der zunehmenden Ausdifferenzierung und Spezialisierung in den beruflichen Disziplinen und die Erfolge der "Konzentration auf die Kernkompetenzen"-Strategie. Hier gilt es zu bedenken, dass diese Einseitigkeits-Entwicklungen nur unter balancierenden Rahmenbedingungen erfolgreich sind, wie: funktionierendes Rechtssystem, Marktoffenheit und Wettbewerb und vor allem Wachstum. Spezialisierungsstrategien sind nur dann erfolgreich, wenn der durch Spezialisierung erwirtschaftete Zusatznutzen (in Preis, Produkt oder Service) hinreichende Abnehmergruppen findet. Das ist nur unter Wachstums-Annahmen möglich. "Wachstum" ist aber in einem ressourcenbegrenzten System, wie dem unserer "Mutter Erde" ("Gaia"), gerade unter ökologischen Gesichtspunkten ein "Nachhaltigkeits-Bedroher" erster Ordnung (siehe "Grenzen des Wachstums", 1972; 2006) mit entsprechenden Horror-Prognosen.
Vorläufiges Fazit: Es bestehen heute bei kaum einem ökologisch orientierten Wissenschaftler Zweifel daran, dass die momentane "Nach uns die Sintflut"-Strategie ethisch nicht verantwortbar ist. Dass die Politiker sich schwer tun, diesen Wachstumskurs umzusteuern und weltweit zu balancieren, spricht eher für eine Hilflosigkeits-Reaktion angesichts der Erkenntnis "Die Geister, die wir riefen, werden wir so schnell nicht los". Denn dieser "Wachstums-Geist" sitzt ganz tief in den Bedürfnis-Genen jedes Menschen und ist am Ende vermutlich nur über ökodiktatorische Politik zu „beschwören" (siehe Radermacher "Globalisierung Balance oder Zerstörung", 2004). Ähnlich sieht es der US-Starkolumnist T. Friedman, wenn er sagt: "(Der Hurrikan) ‚Katrina‘ war nicht genug. Wir brauchen einen Sturm, der ein für allemal die Klimadebatte beendet und alle Skeptiker verstummen lässt, ohne dass die Welt unter geht. Eine sehr große ‚Katrina‘. Das mag zynisch klingen, aber ich fürchte, die amerikanische Politik ist so paralysiert, dass es ohne den perfekten Sturm nicht geht" (Interview in der WaS, Nr. 43, 25.10.09, S. 38). Professor Fittkau ergänzt noch, dass ja die aktuelle Finanzkrise von einzelnen Finanz-Akrobaten und -Profiteuren als der "Perfekte Sturm" charakterisiert worden ist, um die eigene Mitverantwortung daran zu verdrängen.
Kontakt
Prof. Dr. Bernd Fittkau
mtt consulting network GmbH
("more than training")
Justus-Strandes-Weg 4
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Phone: 040-35 96 05 00
Fax: 040-35 96 05 01
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