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Dr. phil Jürgen Tenckhoff arbeitet in der Position "Leiter Generations- und Agemanagement" in der Personalstrategie der Deutschen Telekom AG in Bonn. Er arbeitet eng mit dem Bereich "Diversity" zusammen.
Sein Position-Statement zum forum humanum
Herr Tenckhoff hat einen Vortrag auf der Auftaktveranstaltung am 21./22. Juni 2007 gehalten.
Zum Autor
Jürgen Tenckhoff (Jahrgang 1955) ist seit 1983 als Manager in verschiedenen Leitungsfunktionen der Deutschen Telekom AG, T-Mobile und T-Systems tätig gewesen und leitet seit März 2007 den neuen Bereich Age- und Generationsmanagement in der Personalstrategie des Telekom Konzerns in Bonn. Er studierte Theoretische Elektrotechnik und Soziologie an den Universitäten Bochum, Amsterdam und Bonn und promovierte mit dem Thema „Alter(n) in globalen Unternehmen der Telekommunikationsbranche“ am Soziologischen Institut der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friederich-Wilhelms-Universität in Bonn. 2005 wurde er für das Seminar „Interkulturelle Kommunikation in multinationalen Unternehmen“ als Dozent an die Universität Bonn berufen und ist Mitglied des Brentano-Instituts für Kategorienwissenschaften in Berlin.
Zum Vortrag
Unternehmenskultur, Organisation und Prozesse globaler Unternehmen
Steigende Individualität vs.schwindender Sozialität?
In den letzten Dekaden haben die rasanten Innovationszyklen bei der Produktentwicklung und der Definition von Dienstleistungen zu immer größeren Herausforderungen an die generelle Adaptionsfähigkeit von Unternehmen geführt.
Häufige Organisationsänderungen, Outsourcing- und Insourcingprojekte und Offshorearbeitnehmer bestimmen heute den Alltag der Menschen in vielen Unternehmen, die zunehmend sichere und verlässliche Strukturen vermissen und sich statt dessen mit ihrer wachsenden Individualität im Unternehmen so integrieren müssen, dass ein "Miteinander" überhaupt noch möglich ist. Eine belastbare Unternehmenskultur bietet die Chance zur Orientierung im permanenten Unternehmenswandel.
Die jüngere Generation zum Tagungsthema
Einige StudentIinnen der Universität Bonn von Dr. Jürgen Tenckhoff haben für das forum humanum einige Gedanken zum Tagungsthema formuliert:
- zum Thema "Gehirn + Organisation" - vielen Dank an Narti Wiechers, Alina Schröder, Gesine Güllner, Christian Byczek,
Miriam Bock und Friederike Arnz! Statement I von Studenten
- zum Thema "Von der Natur lernen" - vielen Dank an Alexandra Schnurr, Anne Sommer, Sabine
Lorenz, Stephanie Krtschil, Anne Michels und Poli Tzanova! Statement II von Studenten
Mein Position-Statement zum forum humanum
 Behemoth & Leviathan, W. Blake, 1825 "Wenn wir unsere heutige Lebensqualität nach erreichbaren Lebensalter, Wohlstand, Entwicklungschancen und Sicherheit bemessen, so haben wir in den Privatwelten vieler Kulturkreise der Welt den Naturzustand „Behemoth“ aber auch die Lösung „Leviathan“ von Thomas Hobbes, 1682, weit überwunden. Doch stimmt dies auch für heutige Arbeitswelten? Wie reagieren hier Menschen - Entscheidungsträger wie Beschäftigte - z.B. auf steigenden wirtschaftlichen Druck und sich verschärfende Wettbewerbsbedingungen? Bereits der französische Soziologe Pierre Bourdieu sprach hier von den „Kampffeldern“ in Unternehmen, auf denen es vor allem um Macht und symbolisches Kapital ginge. Gute Organisationen und optimierte Prozesse helfen Belegschaften zusammenzuarbeiten und Freude und Lust aus guter Teamwork zu ziehen, anstatt über interne „Kampfhandlungen“ bei verminderter Arbeitsleistung noch zusätzlich das unternehmerische Risiko zu erhöhen. Optimale Organisationen leisten aber noch mehr, sie generieren adaptive Rollen, die ein maximales Maß an Übereinstimmung mit der Rollenbewältigungsfähigkeit der Belegschaften sicherstellen. Dabei kommt in den modernen intellektuellen Arbeitswelten der Kenntnis rund um Möglichkeiten und „Neuroplastizität“ des Gehirns große Bedeutung zu, denn welche individuellen und dauerhaften „Gehirndienstleistungen“ garantieren nachhaltige Innovationsstärke der Belegschaften bei den heutigen Arbeitsanforderungen und Rahmenbedingungen globaler Unternehmen?
Mich interessiert am forum humanum die Chance eines interdisziplinär erarbeiteten Erkenntniszuwachses, um Menschen mit ihren vielfältigen Talenten und Orientierungen im Rahmen eines wissenschaftlich fundierten „Diversity-Ansatzes“ optimale Arbeitsbedingungen zu bieten – ein Arbeitsleben lang und darüber hinaus."
Kontaktinformation
Dr. phil. Jürgen Tenckhoff
Diplom-Ingenieur
@Email:
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WEB: www.tenckhoff.eu
FAX: 0180506034419250
Tel: 0228 181 77777
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